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Buchtipps - Humor

Einfach so weitermachen wie bisher? Das läuft 2020 nicht. Die Welt ist von einem kleinen Virus aus den Angeln gehoben und wir leben in einer Welt und unter Bedingungen, die wir letztes Jahr für ein ganz schlechtes Dehbuch einer Hollywood-Dystopie gehalten hätten. Umso wichtiger, dass dieses Jahr von den besten deutschsprachigen Cartoonisten in all seinen Facetten festgehalten wird. Denn neben Corona findet 2020 die Präsidentschaftswahl in den USA statt, die Klimakrise bekommt die Wirtschaftskrise als Bossgegner und Demokratien und Diktaturen ringen um das beste Krisenmanagement.

Horst Evers erzählt mitten aus dem Hier und Jetzt: Erlebnisse, Vorfälle und Beobachtungen, in denen er liebevoll, mit viel Witz und einer Prise Weisheit unseren Alltag, unsere zunehmend verstörende Gegenwart ins Komische verklärt. Geschichten, die weit davon entfernt sind, auch nur einen einzigen Ratschlag zu erteilen, und trotzdem helfen - sei es bei Gesundheit und Ernährung ('Veganfreie Wurst'), an der Imbissbude ('Kaffee zum Weglaufen'), beim Arztbesuch ('Da hammse aber hoffentlich ordentlich Zeit mitgebracht') oder bei der Erziehung ('Solange ihr euren Tisch u¨ber meine Fu¨ße stellt').

Es sind nicht nur, aber meistens Männer, die sich als lösungsorientierte Tüftler, Konstrukteure und Gefahrensucher hervortun. Zum Glück gehen ihre waghalsigen, leichtsinnigen und manchmal auch einfach nur nicht durchdachten Bravourstücke fast immer gut aus, weshlab wir uns getrost darüber amüsieren dürfen. Aber bitte nicht nachmachen!

Ein Loblied auf den Frankenwein - lustig, hintersinnig und manchmal auch frech - die Karikaturen von Carlo Dernbach.

Von feenhaften Glühwürmchen, schuldigen Hunden, betrunkenen Rentieren und verspielten Oktopussen Er ist Mitglied des Ig-Nobelpreis-Komitees für kuriose Wissenschaften, Vorsitzender der Transsilvanischen Dracula-Gesellschaft und der bekannteste Kriminalbiologe der Welt: Dr. Mark Benecke! Und er liebt Tiere aller Art, Insekten vielleicht ein kleines bisschen mehr. Denn wenn er Spuren sammelt, um bei der Aufklärung eines undurchsichtigen Todesfalls zu helfen, kann er sich keinen besseren Mitarbeiter vorstellen als den rotbeinigen Schinkenkäfer. Die Markusfliege ist sogar sein Patenkind.

In den Geschichten und zahlreichen Gedichten begegnet uns sicher kein Mythos, aber schon etwas Besonderes. Mindest ebenso besonders wie jede Ehefrau, jedes Mauerblümchen, jede Geliebte, jedes Mädchen, jede Braut oder jede Mutter in Franken. Und der fränkische Mann? Der weiß das Besondere zu schätzen. Lauter frecha Gschichtli und Gedichtli über die bessere Hälfte und wie sa sich aufführt.

Wie schon im Buch "A fränkische Fraa" sind auch diese neuen fränkischen Geschichten und Gedichte von Wilhelm Wolpert wieder herrliche Mundartliche Bonbons geworden. In seiner unnachahmlichen Weise zeigt er hier ein Bild vom fränkischen Mann, das der vielleicht bisher selbst nicht so kannte. Und die fränkische Frau? Die weiß das Besondere zu schätzen: Denn am fränkischen Moo - an dem iss was droo!

Kein Mann kann vor seinen Problemen fliehen - zumindest nicht mit seiner Mutter. Es läuft nicht gut für Nico Schnös, 47, den überforderten Controller mit der kaputten Brille. Warum gibt ihm seine Mutter seit dem Tod des Vaters täglich durch, was sie kocht und wie sie putzt? Was genau treibt Nicos Frau in dieser seltsamen Kuschelsekte, und warum flüchtet im Großraumbüro sogar der Saugroboter vor ihm? Als er bei einem Wutanfall eine Kaffeetasse auf den Finanzvorstand wirft, schickt sein Chef ihn in den Zwangsurlaub: Entweder Nico kommt entspannt zurück, oder er ist seinen Job los.

Zwei Frauen brechen auf zu einer Reise in die Schweiz, mit einem todkranken Vater auf der Rückbank. Eine letzte, finale Fahrt soll es werden, doch nichts endet, wie man es sich vorgestellt hat, schon gar nicht das Leben.